Darm stadt



142.191 (Stand Dezember 2007) viertgrößte Stadt Hessens

neun Stadtbezirke
Kreisfreie Stadt




Künstlerkolonie Mathildenhöhe


Die Künstlerkolonie Mathildenhöhe ist auf Bestreben des Großherzogs Ernst Ludwig entstanden. Großherzog Ernst Ludwig hatte Kontakt zu der englischen Arts- and Crafts-Bewegung, einer Vorläuferin des Jugendstils. Angeregt durch deren künstlerischen Ideen, wollte er den Wohlstand Hessens mit Hilfe der Kunst fördern.
Bereits im Jahre 1898 erhielten sieben Künstler für drei Jahre den Auftrag auf der Mathildenhöhe tätig zu werden. Ihr künstlerischer Leiter war der Wiener Architekt Josef Olbrich, der 1899 nach Darmstadt kam.
Für die erste Ausstellung der Künstlerkolonie im Jahre 1901 entwarf Josef Olbrich Wohnhäuser für die Mitglieder der Kolonie. Bis auf das Haus von Peter Behrens, wurden alle Häuser von ihm gebaut. In drei weiteren Austellungen (1904, 1908 und 1914) wurden die Arbeiten der Künstler der Öffentlichkeit gezeigt.
Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges markierte das Ende der Künstlerkolonie Mathildenhöhe. Sie verfiel. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Mathildenhöhe zum Teil zerstört. Ein Wettbewerb im Jahre 1963 tat sein Übriges.
Erst die Wiederentdeckung des Jugendstils führte zu einem Umdenken. Die Mathildenhöhe wurde und wird schrittweise rekonstruiert.



Plan der Mathildenhöhe




Teilansicht Hochzeitsturm
Der Hochzeitsturm, Wahrzeichen der Stadt Darmstadt,
wurde im Jahre 1908 von Josef Olbrich, im Auftrag
der Stadt Darmstadt, gebaut. Er sollte an die Hochzeit
des Großherzogs Ernst Ludwig mit Prinzessin Eleonore
zu Solms-Hohensolms-Lich, im Jahre 1905, erinnern.

Teilansicht des Ausstellungsgebäude
Das Ausstellungsgebäude wurde von Josef Olbrich entworfen
und im Jahre 1908 als "Gebäude für freie Kunst" eröffnet.
In diesem Gebäude stellten die Künstler ihre Arbeiten aus.






Der Hochzeitsturm und das Ausstellungsgebäude

Das Ausstellungsgebäude





Detail des Ausstellungsgebäudes

Hochzeitsturm und Russische Kapelle









Russische Kapelle
Die Russische Kapelle wurde von 1897 bis 1899 erbaut.
Ihre Weihung war am 8.Oktober 1899. Der Grund
für den Bau einer Russischen Kapelle war der Wunsch
des letzten russischen Zaren Nikolaus II., bei seinen
verwandtschaftlichen Besuchen in Darmstadt russisch-
orthodoxe Gottesdienste besuchen zu können.
Zar Nikolaus II. war der Schwager von Großherzog
Ernst Ludwig.

Der Eingang der Russischen Kapelle









Der Schwanentempel
Der Schwanentempel wurde für die Ausstellung im Jahre
1914 von Albin Müller entworfen. Er ist ein sogenannter
"Keramischer Gartenpavillon".

Detailansicht des Ernst-Ludwig-Hauses
Das Ernst-Ludwig-Haus, benannt nach dem Großherzog
Ernst Ludwig, wurde in den Jahren 1900 bis 1901
nach einem Entwurf von Josef Olbrich gebaut.
Das Haus diente als "gemeinschaftliches
Ateliergebäude". In dem Gebäude befanden sich ein
Fest- und Versammlungsraum, drei Ateliers,
zwei Künstlerwohnungen und Wirtschaftsräume.
Rechts und links vom Eingang stehen zwei Figuren,
"Mann und Weib" oder "Kraft und Schönheit",
von Ludwig Habich.






"Mann und Weib" oder "Kraft und Schönheit"

Das Haus Behrens
Peter Behrens entwarf als Maler und Kunstgewerbler für
die erste Ausstellung der Künstlerkolonie im Jahre 1901
sein eigenes Haus inklusive Inneneinrichtung. Das
"Gesamtkunstwerk" bewohnte er nicht,
sondern verkaufte es sehr schnell.






Das Haus Olbrich
Josef Olbrich baute sein Wohnhaus im Jahre 1901.
Er bewohnte es bis zu seinem Tode im Jahre 1908.

Detailansicht des Hauses Olbrichs





Der Museumsshop





(Textquellen: 1. http://de.wikipedia.org/wiki/Darmstadt, 2. Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH (Hrsg.): Mathildenhöhe Darmstadt, Darmstadt 2008, S. 3-8, 3. http://de.wikipedia.org/wiki/Hochzeitsturm, 4. http://de.wikipedia.org/wiki/Darmst%C3%A4dter_K%C3%BCnstlerkolonie, 5. Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH (Hrsg.): Mathildenhöhe Darmstadt, Darmstadt 2008, S. 18, 6. Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH (Hrsg.): Mathildenhöhe Darmstadt, Darmstadt 2008, S. 9, 7. Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH (Hrsg.): Mathildenhöhe Darmstadt, Darmstadt 2008, S. 11, 8. http://de.wikipedia.org/wiki/Darmst%C3%A4dter_K%C3%BCnstlerkolonie#Ernst-Ludwig_Haus, 9. http://de.wikipedia.org/wiki/Darmst%C3%A4dter_K%C3%BCnstlerkolonie#Kleines_Gl.C3.BCckerthaus_.28Haus_Rudolf_Bosselt.29, 10. Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH (Hrsg.): Mathildenhöhe Darmstadt, Darmstadt 2008, S. 10, 11. Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH (Hrsg.): Mathildenhöhe Darmstadt, Darmstadt 2008, S. 11.)